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Fast alles, was ich seit Ende Juli 2008 an informativen, bissigen und außergewöhnlichen Betrachtungen geschrieben habe, ist über publicEffect.com erreichbar. Zum größten Teil wurde ich für diese Texte honoriert. Zeitlich bin ich mit dieser Arbeit für Blogs, den Public Relations für zwei Unternehmen und die Partei der Vernunft ausgelastet.

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Käfer-Gefahr aus Asien ?


News und Kommentarfunktion erreichbar über http://citrusbockkaefer.4dem.de

Für Blockwarte: Käfer melden


19. Juni 2008 - Nachdem das Waldsterben mangels Publikum ausfiel und die Vogelgrippe nicht stattfand, weil keiner hinging, besteht jetzt Hoffung für die Citrusbäume Deutschlands, von einer Käfer-Invasion heimgesucht zu werden. Tatsächlich, der deutsche Laubwald besteht zu 80 Prozent aus Zitruspflanzen! Das bedeutet Katastrophen-Alarm im Sommerloch! Ganz sicher! Finden Sie nicht auch, daß niederrheinische Schlagzeilen wie "Käfer-Gefahr aus Asien" einfach nur geschmacklos sind?

Um eine vermeintliche Katastrophe glaubhaft machen zu können, kauften in einer abgestimmten Aktion deutsche Supermarktketten und Baumärkte Fächerahornbäume ein, um sie unauffällig so schnell wie möglich im Mai 2008 erfolgreich an ahnungslose gutgläubige Bürger zu verschleudern.

Als am 18. die Pressemitteilung vom 19.6. bekanntwurde, kam der Moment, mit großem Getöse die Restbestände demonstrativ zu vernichten. Vernichten? Das kennen wir noch vom Rinderwahnsinn und Vogelgrippe. Die Fleischindustrie profitierte mächtig und verdiente an Fleischbergen, für die es keine Absatzmöglichkeiten mehr gab.

Wer zahlt die Zeche? Der Steuerzahler im Namen sozialer Gerechtigkeit und Marktwirtschaft! Als ich zur Schule ging, gab es noch zwei Worte: Sozial und sozialistisch. Heute ist alles nur noch sozial und böse Sozialisten gibt es nur in fernen Ländern. Sogar die sozialistische Partei nennt sich sozial. Noch Fragen?

Soll demnächst deutscher Laubwald abgeholzt und verbrannt werden, um einen neuen Fluß von Subventionen bzw. Entschädigungszahlungen anzuleiern? Seit Jahren schon sinken die Holzpreise aufgrund des Überangebotes. Das Waldsterben findet immer noch nicht statt. Allerdings wird beim Verbrennen so viel Kohlendioxid frei, daß der Klimaschutz auf der Strecke bleibt. Macht nichts, für das Wetter ist dieser Umstand sowieso irrelevant, vom Klima ganz zu schweigen.

Damit Sie den Gehalt meiner satirischen Worte abwägen können, zitiere ich im Wortlaut Auszüge des Julius Kühn-Institutes in Braunschweig und verschweige schamhaft den Namen des niederrheinischen Käseblattes.

"Die jetzt verdächtigen Pflanzen stammen aus einer im Dezember 2007 aus China in die Niederlande eingeführten Sendung bzw. zum Teil aus einer Baumschule in den Niederlanden. Dort wurden nach ersten Funden des Käfers die Kontrollen seit Anfang des Jahres massiv verstärkt."

"In Europa wurde der Käfer erstmals 1997 in Italien und 2003 in Frankreich im Freiland entdeckt. Während in Frankreich der Befall erfolgreich getilgt wurde, konnte der Befall In Italien bisher nicht ausgerottet werden und der Käfer hat sich auf einer Fläche von ca. 100 Quadratkilometern ausgebreitet."

Was jetzt noch fehlt, um das Sommerloch zu füllen. sind ein schlagkräftiger Titel auf BILD am Sonntag, eine tiefschürfende Zehn-Sekunden-Meldung in den Abendnachrichten der Fernsehsender und eine Talkshow mit Citrusbockkäfern in einem Aquarium. Leider kenne ich den Zeitplan für das weitere Vorgehen nicht. Die Presse jedenfalls macht wie üblich mit großer Begeisterung mit. Ist es Affiliate-Marketing, massenweise Texte zu kopieren, ohne eigene Recherchen anzustellen? Wenigstens bei einem abendlichen Bier sollten Chefredakteure darüber nachdenken, welchen Schwachsinn sie tagtäglich ihren Mitarbeitern abverlangen. Wer ohne Auftrag recherchiert, fliegt!

Da diese Käfer nur 1,5 große Löcher beim Schlüpfen aus den Baumstämmen bohren und nur 2 bis 4 cm groß werden, genügt eine kleine Anfrage der Linken oder Liberalen im Deutschen Bundestag, was Angela Merkel denn vor Beginn der Sommerpause gegen die Invasion der Käfer zu tun gedenke. Ein Auslandseinsatz der Bundeswehr komme wohl nicht mehr in Frage, denn der Feind sei bereits mitten unter uns.

Unkommentiert zitiere ich aus Wikipedia-Artikel Niederrhein - Sprache: "Der „Chefideologe“ (so Die Zeit) des Niederrheins war Hanns Dieter Hüsch, der im Gegensatz zur mehrheitlich katholisch geprägten Region aus dem evangelischen Moers stammte, jedoch lange Zeit in Mainz wohnte. „Der Niederrheiner an sich weiß nichts, kann aber alles erklären!“, war seine Beschreibung der Menschen, die aus „seiner“ Region stammen. „Das Wesen des Niederrheinischen ist die Kunst der reinen Vermutung, seine sprachliche Form ein hemmungslos assoziierendes Schwadronieren“, schrieb der Mönchengladbacher Christof Siemes in der Zeit. „Der Satzbau ist wie die Gegend: weit und ungegliedert.“ Die „Kunst der reinen Vermutung“ spiegelt sich in der von Niederrheinern gerne und häufig verwendeten Formulierung „Da geh’ ich ma’ von aus“ prächtig wider. Die Rheinische Post bedachte die Menschen dieser Region mit den Worten „Der Niederrheiner ist die tiefergelegte Version des Rheinländers“."

Hervorhebungen im Text stammen von mir. Hans Kolpak am 26. Juni 2008

Chinesische Käferrevolution


1968 entfachte die chinesische Kulturrevolution einen politischen Flächenbrand, der erst das Reich der Mitte in Flammen setzte und dann den Geist der internationalen Studentenbewegung vernebelte. Zwar liegt Maos Bibel im Museum und versuchen Maos Erben eine Wiedergeburt des Manchester-Kapitalismus als kommunistische Utopie zu verkaufen. Dennoch wird, was vor 40 Jahren nicht gelang, jetzt vollendet. China geht seinen Weg zur Weltherrschaft weiter. Wer sich der Supermacht entgegenstellt, wird ökonomisch umarmt oder ökologisch zerstört. Die Kulturrevolution ist zu einer Käferrevolution mutiert. Während zu Maos Zeiten der Westen ein zahnloser Papiertiger war, ist er heute ein Haufen von Schnäppchenjägern. Deshalb werden in kürzester Zeit in Deutschland weit über 100 000 billige chinesische Fächerahornbäumchen verkauft.

Wer ahnt schon, dass die Grünpflanze dem gefährlichen Citrusbockkäfer als Transportmittel dient! Wer will schon wissen, dass der kleine Plagegeist gesunde Laubbäume fällen kann! Jetzt hat das Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen in Braunschweig reagiert und sieht Buche und Weide, Haselnuss, Rosskastanie und Apfelbaum akut gefährdet. "Wer die Käfer sieht, sollte sie töten", warnt eine Sprecherin. Doch der martialische Aufruf zum tierischen Massenmord dürfte zu spät kommen. Die Käferrevolution wird, wenn schon nicht - wie einst die der Kultur - unsere Köpfe, wenigstens unsere Natur erobern.
Frank Dietschreit

Mannheimer Morgen
4. Juli 2008

China Nr. 1 in Bio-Logistik


Jahrzehntelang wurden die Radfahrer hinter der Mauer unterschätzt. Die meisten Internetbenutzer sind in China. Während die Europäer sich mit Bionik rumquälen und nicht zu Potte kommen, nehmen die Chines Blumentöpfe, setzen Larven von Citrusbockkäfern in Fächerahornbäume, damit diese auf der langen Reise nach Europa genug zu essen und zu trinken haben.

Wer diese logistische Meisterleistung von Biologen und Transportunternehmen unter Aufsicht des Kriegsministers nicht zu würdigen weiß, dem ist nicht zu helfen! Den Wirtschaftskrieg gegen China haben wir längst verloren. Wir glauben es nur nicht.

Chinesische Touristen haben kaum noch Einkaufsmöglichkeiten für in Europa hergestellte Produkte! Fast überall steht drauf: Made in China.

Wo soll die Made auch herkommen? Die Chinesen haben die größten und schönsten! Und wenn die Made erst Mal hier ist, dann frißt sie sich bei einer Party nach der anderen durch! Der europäische Laubwald ist ein einziges Festessen!

Am besten vor der chinesischen Invasion sind die Sauerländer geschützt. Als Mao Tse Dong noch Klapphosen anhatte, fällten die bereits fast den gesamten Laubbaumbestand und forsteten mit Fichten auf. Die pflanzten sie so dicht, daß sich im Rothaargebirge kein Chinese mehr in den Wald traut, weil es da so dunkel ist.

Ja, die Schützenbrüder schießen nicht nur den Vogel ab, sie meistern auch den chinesischen Citrusbockkäfer, der im Hochsauerland elendig zugrundegeht, weil ihm nur die Wahl zwischen Lkwreifen und Nadelbäumen bleibt. Also wählt er auf den von Radfahrern und Motorradfahrern plattgefahrenen Straßen den Freitod, um seiner Qual ein schnelles Ende zu bereiten.

Gott zur Ehr, den Bürgern zur Wehr! Da steckt noch echter Patriotismus und reine Heimattreue drin, aber keinesfalls auch nur ein einziger Citrusbockkäfer!

EEG Erneuerbare-Energie-Gesetz


Ab 1. Januar 2009 gelten folgende Vergütungen: Windstrom an Land 9,2 ct/kWh (bisher 8,03 ct/kWh) Offshore-Windstrom 13 bis 15 ct/kWh (bisher 8,92 ct/kWh) Solarstrom Gebäudeanlagen: 2009: 43,0 ct/kWh; 2010: 39,6 ct/kW;, 2011: 36,0 ct/kWh (bisher 46,75 ct/kWh) Betreiber von Biomasseanlagen erhalten je nach Anlagengröße 7,79 bis 11,67 ct/kWh.

Zum Vergleich: Die Erzeugungskosten des Strommixes (Braunkohle 2,5 ct/kWh, Kernenergie 2,5 ct/kWh, Steinkohle, Erdgas, Wind, Wasserkraft, Biomasse, Müll u.a.) betragen 5 ct/kWh, von den ca. 20 ct/kWh, die der Stromkunde zahlen muss, sind 41 % öffentliche Abgaben und Steuern, 31 % Netzkosten. Nach Schätzungen des BDEW (Bundesverband Energie- und Wasserwirtschaft) betragen die Kosten für die staatlich verordnete EEG-Vergütung im Jahr 2008 5 Mrd. € (Vorjahr 4,2 Mrd. €)
Quellen: VDI-Nachrichten vom 13.6.08, S.1 und 10, solarserver.de und buerger-fuer-technik.de

Milliardengrab Solarstromförderung


Die Solarstromförderung hat in ihrer Höhe die Steinkohlenförderung bereits überholt und droht zum Milliardengrab zu werden. Laut RWI (Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftförderung) beträgt die Förderung der Solarindustrie 3,5 Mrd. € pro Jahr. In den nächsten 3 Jahrzehnten werden die Verbraucher mit 120 Milliarden Euro belastet. Mit der Förderung werden vor allem ausländische (!) Arbeitplätze gefördert. In China und Japan werden doppelt so viele Solaranlagen produziert wie in Deutschland.
Quelle: Der Steuerzahler, Juni 2008, S.117

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30 Jahre für ein anderes Steuersystem?


Die beiden vorstehenden aktuellen Meldungen belegen den Mißbrauch des Steuerrechtes zum Steuern der Volkswirtschaft. Das ist nichts weiter als ein Aderlaß nach dem anderen, um unsere Wirtschaftkraft ausbluten zu lassen!

So wie Otto von Bismarck durch das Sozialgesetz deutsche Bürger zu Sozialfällen degradierte, so gönne ich der deutschen Geschichte 30 Jahre, um aus Steuervieh freie Bürger zu gestalten.

Ohne Zweifel taste ich hiermit abseits von Ideologien ein Gesellschaftsmodell an, das es in dieser Form meines Wissens noch nicht gab und auch nirgendwo angedacht ist.

  1. Nur Unternehmer zahlen 10 Prozent Umsatzsteuer für Produkte und Dienstleistungen. Nettopreis ist 100 Euro. Plus 10 Euro Umsatzsteuer ergibt den Verkaufspreis von 110 Euro.

  2. Nichtunternehmer sind steuerfrei. Löhne und Gehälter sind steuerfrei. Damit haben wir die meisten Wähler als Mehrheit für dieses Steuermodell.

  3. Es gibt keine steuermindernden Betriebskosten und keine Subventionen. Umsatzsteuer ist die einzige steuerliche Erhebungsform für Produkte und Dienstleistungen.

  4. Die Steuereinnahmen finanzieren die europäischen Behörden und Regierungen mit allen angeschlossenen Organisationseinheiten für hoheitliche Aufgaben und Gebietskörperschaften für hoheitliche Aufgaben. Eingezahlt wird monatlich analog zur jetzigen Umsatzsteuervoranmeldung mit dem Unterschied, daß es keine Voranmeldung und jährliche Steuererklärung mehr gibt, sondern nur noch eine monatliche Steuererklärung.

  5. Die Verwaltung der gewaltigen gegenwärtigen Umverteilung entfällt. Bisher unfinanzierbare Aufgaben werden vom freigewordenen Personal übernommen. Vermögenswerte fließen in all die notwendigen Aufgaben, die bislang vernächlässigt oder ignoriert wurden.

  6. Jeder Krieg hat den Beweis erbracht, wie schnell eine Volkswirtschaft umgebaut werden kann. Dies geschieht innerhalb von fünf Jahren. Deshalb sind 30 Jahre mehr als großzügig bemessen.

Wenn diese ersten Skizzen Ihre Denkfähigkeit anregen und Ihre Schaffenskraft beflügeln, dann freue ich mich auf eine fruchtbare Diskussion und auf das Lauffeuer, mit dem dieses Steuermodell sich in der Europäischen Union verbreitet.

Verfasser und Urheber: Hans-Georg Kolpak
am 26. April 2008 um 18:50 Uhr

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Realsatire: Manipulation beim Transrapid in München?


Stoiber hatte im September 2007 einen Festpreis von 1,85 Mrd. € vereinbart. Am 26.3.08 traten Bundesverkehrsminister Tiefensee, CSU-Ministerpräsident Beckstein und Siemens- Chef Peter Löscher vor die Presse und erklärten das Aus, nachdem 2 Tage vorher bekannt wurde, dass das Projekt jetzt 3,4 Mrd. € kosten sollte.

Begründung: die Baufirmen brauchen 1 Mrd. € mehr wegen Untertunnelung des Münchener Hauptbahnhofs, weiterer Tunnel, geänderter Streckenverlauf, Schalldämmung.

Wozu Tunnel und Schalldämmung beim Transrapid? Die Verantwortlichen sind offensichtlich nie mit dem Transrapid im Emsland gefahren.

Durchgesetzt haben sich damit die Bedenkenträger und Angstmacher aus der Rot-Grünen Ecke, insbesondere der SPD-Oberbürgermeister Christian Ude, der mit Kosten von 500.000 € ein Bürgerbegehren gegen den Transrapid organisiert hat. Süddeutsche Zeitung, Handelsblatt, Die Welt 28.2.08

Das ganze erinnert an die Verhinderungskampagne gegen die Transrapidstrecke zwischen Berlin und Hamburg mit unlauteren Mitteln und falschen Behauptungen. Bahnchef Mehdorn setzte dann den Bau der ICE-Strecke Berlin-Hamburg durch, die teurer als die Transrapidstrecke wurde.

Leserbrief "Moral und Anstand" in der Politik von Dr. Ludwig Lindner Buerger-fuer-Technik.de

Satire: Die Steuerhinterziehungserklärung 2007


8.3.2008 - Ob die Steuerhinterziehungserklärung aus der ZEIT-Redaktion stammt oder nicht, ist mir unklar. Zwar gibt es einen Deep-Link, der meinen Firefox Browser zum Absturz bringt, aber die Suchfunktion auf ZEIT.de bleibt ohne Ergebnis. So wurde ich erst heute früh aufmerksam, als ich ohne Wecker vom Schlaf der Gerechten erwachte.

Um, wie bereits am 18.2. von mir angeregt, Ihre Selbstanzeige zügig und ohne bürokratische Hürden zu vollziehen, biete ich Ihnen augenzwinkernd diese pdf-Datei zum Download an, wohl wissend, daß nicht jeder Steuerfahnder einem satirischen Spaß gewachsen ist. Wichtig: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Steuergesetze und fragen Sie Ihren Ihren Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer. Trockener Humor hilft wirklich - bei Bürokraten, Juristen und anderen Raubrittern unserer Zivilisation

Falls Sie, verehrte Leserinnen und Leser, keinen Bedarf haben, geben Sie den Tipp einfach weiter. Ich brauche dieses Formular auch nicht. Meine Außenprüfung ohne zdf-Kamerateam war bereits am 26.2. und den Bericht habe ich ebenfalls erhalten. Nicht einmal ein Lokalredakteur des Viersener Stadt-Spiegel wartete hinter dem Busch. Was liegt daher näher, als diese Innovation aus deutschem Bürokratiewahnsinn und aus deutscher Dummokratie mit Ihnen zu teilen?

Download


Mit jeder Version des Adobe-Readers können Sie die einseitige und auf 1,8 MBytes aufgeblähte Steuerhinterziehungserklärung 2007 öffnen und ausdrucken. Ganz im Geiste des "Antidiskriminierungsgesetzes" sollen gering verdienende Computernutzer und Verwender alter Versionen des Adobe-Reader nicht davon abgeschnitten sein, diese Datei zu öffnen.

Ein direktes Ausfüllen des pdf-Formulars und eine Einbindung in ELSTER-Formular ist nicht vorgesehen. Der nichtexistente Bundestrojaner wurde allerdings implementiert. Für begriffsstutzige Ermittlungsbeamten sei angemerkt, daß offensichtlich unbescholtene journalistisch ausgebildete Steuerbürger Urheber der pdf-Datei sind und kein Zusammenhang zum Bundeszentralamt für Steuern besteht und auch keiner hergestellt werden soll. Es handelt sich wirklich nur um Satire.

Klaus Zumwinkel: Wem nützt es?


18.2.2008 - Schon merkelhaft und winkelwürdig - Verzeihung! merkelwürdig und winkelhaft, wie schnell so ein Wikipedia-Artikel aktualisiert wird: http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Zumwinkel . Die Christel von der Post genießt nicht annähernd so viel Aufmerksamkeit, obwohl sie dem gemeinen Postkunden und den Postmitarbeitern trotz ihres operettenhaften gesellschaftlichen Hintergrundes im Vogelhändler von Carl Zeller wesentlich näher steht.

Die Mitarbeiterzeitschrift hieß "Christel von der Post", als das Unternehmen noch eine Behörde war und der Chef ein Minister. Doch mich interessiert gar nicht die geistige Nähe zu Bananenrepubliken und Operetten. Wie sieht vielmehr das bundesdeutsche Steuersystem gegenwärtig aus? Da möchte ich gerne argumentativ ansetzen, auch wenn es satirisch anmutet.

Gibt es Steuergerechtigkeit?


Wenn ein kleiner Unternehmer Umsatzsteuer zahlt, obwohl er aufgrund geringer Umsätze noch nicht verpflichtet ist, Vorsteuer geltend zu machen und Mehrwertsteuer auszuweisen, dann ist er meist auch außerstande, sich einen Steuerberater zu leisten. Somit wird er alle paar Jahre einer finanzamtlichen Außenprüfung oder Betriebsprüfung unterzogen.

Steuerberater und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften sind außen vor. Die können machen, was sie wollen, ohne daß ihnen Betriebsprüfer auf die Finger schauen, geschweige denn drauf klopfen dürfen. Wer Subventionen kassiert und Arbeitsplätze schafft, geht oft steuerfrei aus, obwohl die Masse der Lorbeeren unserer Volkswirtschaft der Mittelstand verdient und nicht Aktiengesellschaften weltweit operierender Konzerne.

Was veranlaßt nun einen Mittelständler wie Klaus Zumwinkel, der als angestellter Manager und "Leistungsträger" kein Dienstbote oder Wasserträger mehr ist und sich über Erbschaftssteuer und Kapitalertragssteuer aufzuregen weiß, sein mühsam Erspartes steuerbegünstigt in Liechtenstein anzulegen? Wer sein versteuertes Einkommen nicht auf den Kopf haut, wird nochmals zur Kasse gebeten. Reichtum wird bestraft.

Operette oder Bananenrepublik?


Die medienwirksam inszenierte Razzia in der Villa Zumwinkel war märchenhaft gut vorbereitet. Die Aufforderungen zur Selbstanzeige mit dem Angebot zur Straffreiheit sind so korrupt wie eine Banae krumm ist. Ob es sich um ein Ablenkungsmanöver handelt, erfahren wir irgendwann oder überhaupt nicht. Man ist diskret in gewissen Kreisen.

Da hilft keine Steuerflucht mehr, sondern nur noch die Flucht in die Satire und ins Kabarett. Es hilft auch nicht, den Kopf in den Sand zu stecken. Kolumnenschreiber, Karikaturisten und Kabarettisten haben jetzt Stoff in Hülle und Fülle.

Die fünfte Jahreszeit ist vorbei, also darf es wieder mal ein Skandal sein. Alkohol und Drogen schaden der Gesundheit, sind außerdem zu teuer. Eines ist gewiß: Die nächste Steuerprüfung.

Wissen Sie was? Als Ergebnis einer jeden Steuerprüfung müssen die Tagessätze der Außenprüfer abgedeckt sein. Ist es mehr, gibt es eine Belobigung. Ist es weniger, bleibt die Beförderung aus. Noch Fragen? Jetzt wissen Sie wenigstens, was auf Sie zukommt. Oder sind Sie etwa schon ein Leistungsträger? Dann dürfen Sie sich selbst anzeigen!

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