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Zweifelhaftes Geschäftsmodell

Der Markt lügt nicht
  © fsgm - Die Pressemeldung der LBS-Immobiliengesellschaften vom 25.2.2009 erlaube ich mir, aus ganz persönlicher Sicht zwischen den Zeilen zu lesen. Prinzipielle Ähnlichkeiten zur Immobilienblase in den USA sind vorhanden.

"Während der Wohnungsneubau schwach bleibt, haben die zehn LBS-Immobiliengesellschaften (LBS-I) im Jahre 2008 erneut spürbar mehr Bestandsimmobilien vermitteln können." Wow! Da sind sind aber alle froh!

"210.000 Euro für eine neue Eigentumswohnung - das sei fast das Zweieinhalbfache des Durchschnittspreises für gebrauchtes Wohneigentum auf der Etage." LBS-Verbandsdirektor Hartwig Hamm, wir danken Ihnen, daß wir Anteil nehmen dürfen an Ihren Erleuchtungen!

"Eine Hypothek über von 100.000 Euro kann man mit Monatsraten in der Größenordnung von nur 500 Euro abzahlen." Nachtigall, ick hör' dir trapsen!

Da der Markt nicht lügt, stelle ich dieser Propaganda für aufgeblasene Baufinanzierungen durch staatliche Institute die Fakten gegenüber: Finanziell Schwache bauen in Lagen, die keine Wertsteigerung erfahren. Die Kredite können nicht mehr bezahlt werden. Die Immobilie fällt zurück in den Schoß der LBS und wird an den nächsten gutgläubigen Kreditnehmer verkauft. Das ist sehr sozial und ermöglicht auch weniger vermögenden Bürgern die Chance, als Immobilieneigentümer in den Bankrott zu gehen.

Investoren setzen nur auf hochwertige Lagen, die eine Wertsteigerung erfahren. Wer einigermaßen bei Verstand ist, läßt die Finger von einer 95-prozentigen Immobilienfinanzierung und wohnt zur Miete. Die Landesbausparkassen gehören den Bundesländern und deren Angestellte sind im öffentlichen Dienst. Die sitzen im Trocknen, oder? Überlegen Sie mal, wie hoch das Arbeitslosengeld II in Deutschland ist. Es gibt also keinen Grund zu meckern!

... und die Überschuldung von Bürgern und Ländern wächst und wächst und wächst und ...

Hans Kolpak
Geldzins.de

 

 


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